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Die Sprachregelung ist die Botschaft

Aktuell wird der Ausdruck Verschwörungstheorie verwendet, um jede, aber auch wirklich jede Frage, welche die Oberfläche der glitzernden Medienfassaden ankratzen könnte, zu diskreditieren. Das muß man als Zeitgenosse einfach wissen. Insbesondere die Politik der Vereinigten Staaten kann man gar nicht mehr hinterfragen, ohne mit diesem nichtssagenden Etikett geziert zu werden.

Und obwohl es nahe liegt, gerade diesen auffälligen Sprachgebrauch einer schmierigen Übereinkunft zuzuschreiben, ist das wesentliche daran doch die Tatsache, daß er sich ausbreitet, der Sprachgebrauch nämlich, wie ansteckender Wahnsinn.

Was die USA angeht: Ich bilde mir nicht ein zu wissen, wer in diesem Land die Fäden zieht, bin aber der festen Überzeugung, daß Sie's auch nicht wissen, mein Herr.

Und daß auch Journalisten gut daran tun, offizielle Statements zu hinterfragen, anstatt sie runterzubeten. Und Sprachregelungen in den Wind schlagen sollten! (Lauter Haltungen übrigens, die man am leichtesten einnimmt durch einen soliden Bildungsvorsprung der unkonventionellen Art)

Woher kommt übrigens die wunderliche Vorstellung, daß die frechen Freier, die am Hof der Erde lärmen und prassen, der Heimlichtuerei zuneigen? Sie treiben ihr Geschäft am hellen Tag, und das Programm wird in Millionenauflagen verbreitet.  ( Es klingt wie das Geschwätz von Leuten, die ihren Verstand am Eingang zum Privatclub abgegeben haben... )

Und woher andererseits die Gewißheit, daß ein neuer Rütlischwur Theorie bleiben muß?

Odysseus kommt!

(Sept. 03)