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Auf Zwei zählen
Heute sitzt wirklich jeder in seinem kleinen Schützengraben
und hat keine Ahnung, was draußen los ist.
Die meisten Zeitgenossen sind völlig damit überfordert,
den eigenen Standpunkt aus einer anderen Perspektive zu erfassen.
Ich verstehe das! Es ist die Ebene, auf welcher Probleme entstehen,
die kleine Welt der Dogmen. Die Lösung liegt immer auf der
nächsthöheren Ebene. Wo tausend Welten sinnvoll zusammenwirken.
Mit Lagerinsassen
ist kein Staat zu machen! Was sind denn das für Anstalten,
wo man sich an der Duftmarke erkennt und demenstsprechend ankläfft!
Jeder Kläffer
ein Lager. Selbst wenn Deine Wirklichkeit ein Lager ist, so
ist das Lager doch nicht die Wirklichkeit.
Du kannst Dein Lagerdasein nicht erkennen? So bist
Du noch nie nach draußen gelangt. Gütiger Himmel: Nach
all der Zeit!
Siehst Du ein, daß man Dir nicht helfen kann?
Alles, was man sagen könnte, wird ja überpißt mit
Deiner Duftmarke. Alles, was Du selbst zu sagen hättest - meines
Erachtens ne ganze Menge, hey, eine komplette Welt! - kommt daher
wie Lagerpisse, weil Du nie aus Deinem Dunstkreis herausgekommen
bist.
So mußt Du sagen: Es gibt keine Lösung.
Und ich stimme zu: Mit Dir gibt es keine Lösung. Du müßtest
zuerst auf Zwei zählen. Die Dreigliederung
des sozialen Organismus, sagst Du, kommt aus einem
Lager, das ich nicht riechen kann. Dort hat man das und das und
das getan...
Und es ist in Ordnung! Aber irgendwann wirst Du lernen,
auf Zwei zu zählen, daran besteht kein Zweifel, und das Lagerleben
mit der Freiheit vertauschen. Tausend Welten warten, daß es
geschieht. Und warten, daß Du es fassen kannst. Das mit der
Dreigliederung zum Beispiel.
Oder irgendetwas anderes. Da Du mit den Problemen zusammenhängst,
kann es durch Dich zu den schönsten Lösungen kommen!
Aus den Gräben kriechen und über die Lager
hinweg zusammenarbeiten, das hieße auf Zwei zählen. Nach
all der Zeit!
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