Die Ursache der Krise
Es hilft ungemein, richtig zu denken, das zeigt gerade auch die Diskussion über die jüngsten Auswüchse des globalen Finanzkasinos.

Was hat man nicht alles genannt, um zu erklären, wie es dazu kommen konnte !

Faule Immobilien-Kredite in den USA mit ihrer kriminellen Zertifizierung; die Spekulation mit Derivaten; Leerverkäufe; Ausfallversicherungen; Rating-Agenturen; Bonusexzesse; Hedgefonds; dies und mehr und alles zusammen in wechselnden Kombinationen, ach.

All das hat eine Rolle gespielt, natürlich, und doch ist es Unsinn, hier die Ursachen zu suchen, zumal andere Volkswirtschaften, die kanadische beispielsweise, von diesen Plagen völlig unberührt blieben.

Für Deutschland läßt sich festhalten: Es gibt genau eine historische Ursache, und wer etwas tun will, sollte das im Kopf behalten.

Ursache ist die skandalöse Tatsache, daß unsere gewählten Vertreter, hauptsächlich während der Schröder-Fischer-Regierung, als wäre der Teufel hinter ihnen her gewesen, an die 80  (in Worten: achtzig)  Gesetze zur Bankenregulierung aus dem Verkehr gezogen haben.

Diese Gesetze waren einzeln und vor allem in Kombination hervorragend geeignet, genau das zu verhindern, was wir später gesehen haben. Und für andere Länder gilt ähnliches.

Große Verbrechen erfordern sorgfältige Planung !

In den Vereinigten Staaten begann es 1999 unter Clinton, als der sog. Glass-Steagall-Act, der eine strenge Trennung von Geschäftsbanken und Investmentbanken vorschrieb, aufgehoben wurde.

Bill Clinton immerhin hat den Fehler erkannt und eingeräumt. Er ist Teil einer Bewegung geworden, die das  Trennbankensystem  reaktivieren will, um einen ersten Schritt zur Kontrolle und Zerschlagung von Instituten zu machen, die zu groß geworden sind. ( So groß, daß sie im Reichstag Gesetze kassieren können, ohne die Abgeordneten in ihrem Schnarchen zu stören ... )  Bankster ihrerseits fürchten die Trennkost wie der Teufel das Weihwasser, zu erkennen auch an der Tatsache, daß die Obama-Truppe alle Register zieht, die Wiedereinführung zu unterlaufen.

Wer hat uns verraten ?

Ich meinerseits fürcht, daß unsere Sozialdemokraten, soweit es sich um einfache, gewählte Vertreter handelt, bis heute keine Ahnung haben von diesen Vorgängen. Diese geistigen Riesen würden wahrswcheinlich wieder so abstimmen, obwohl sie bei Rosa Luxemburg nachlesen könnten, was abgeht. Es sind noch immer dieselben Spielchen, die da aufgeführt werden, um Dimensionen größer freilich, haarklein beschrieben in dem erstaunlichen, hochaktuellen Buch Die Akkumulation des Kapitals, allen Sozialdemokraten wärmstens empfohlen. Hunder Jahre danach, hey !

Auch vom grünen Seppel mit dem CFR-Kasper Fischer als elder Statesman - herzinnig verbunden dem Mega-Spekulanten Soros - darf man kaum richtiges Denken erwarten.

Ich plädiere für die sortenreine Entsorgung ...

Nee, im Ernst, man muß sie namentlich ausziehen und nackt über den Markt treiben, damit die Schande publik wird. Vorher wird sich gar nichts ändern.

Die Rede ist vom größten Raubzug der Geschichte !

( im Juli 2010 )


Shanghai 2010
Der schnelle Aufstieg Chinas und der schnellere Abstieg des real existierenden Westens:
Ein schöner Artikel von Wang Xin Long
Passend zu diesen Tendenzen die Musik der großartigen Sängerin
Sa Dingding auf dem Album Harmony


Aufstand gegen den Klimaschwindel
Das britische wissenschaftliche Establishment schlägt zurück
http://www.thegwpf.org/


Schlagzeilen machen können wir auch ...
Polnisches Parlament bezeichnet Impf-Industrie als Mafia
Impfstoffe als Biowaffen: Jane Bürgermeister klagt an
Internist rügt "Infame Lügen" des Paul Ehrlich Instituts
Nanopartikel in Medikamenten
Die Korruption der Impf-Seilschaften im Pressespiegel
Asyl für Grippe-Verfolgte
Kontrastprogramm schauen
http://www.youtube.com/watch?v=rPcwQQ6_6n0



Beiträge zur Geschichte
Vortrag zum Vorspiel der Katastrophe: Ein Krieg, der viele Väter hatte
http://video.google.com/videoplay?docid=-1423208573050100159#docid=319478826869706304



Gegen Zensur
Eine ganze Serie aktueler Vorträge über unterdrückte Ansichten zu Themen,
die mit typischer Penetranz von Lügen durchzogen sind,

hat die schweizerische Anti-Zensur Bewegung ins Netz gestellt.
http://www.anti-zensur.info/videos.html


Die Zukunft des Euro
Wilhelm Hankel auf der Rüsselsheimer Konferenz des Schiller-Instituts



Fällt nach der D-Mark auch das Grundgesetz?
Wie Karl Albrecht Schachtschneider die Klage gegen den Vertrag von Lissabon
vor dem Bundesverfassungsgericht begründet (pdf 28 kb).



Umschuldung!
Du solltest einmal aufpassen, Michel, was die Spatzen von den Dächern pfeifen.
Hier ein Vorschlag  zur Sanierung des Staatshaushalts, und die bezeichnenden Reaktionen des Establishments.
(pdf 63 kb)



Der Euro - Fluch oder Segen?
Ein Gespräch mit Prof. Dr. Wilhelm Hankel
http://www.secret.tv/artikel4939235/Der_Euro__Fluch_oder_Segen


Terror-Getöse
Daß der Terrorismus, vor dem wir uns am meisten fürchten müssen, aus Geheimdiensten und Sicherheitsorganen kommt, das habt Ihr doch gewußt, Kinder! Oder etwa nicht? Schlimmer ist nur der offene Staatsterror, von dem Helmut Schmidt spricht.

Stellt Euch einmal vor, nach jedem Anschlag, ja schon bei einem wagen Verdacht, würden die Medien den berühmten Aufschrei der Empörung dergestalt verstärken, daß jedesmal mehr bürgerliche Freiheit, aber auch mehr Völkerverständigung und Abrüstung die unausweichlichen Folgen wären.

Man würde beispielsweise die Befugnisse von Regierungs- und Verwaltungsorganen, aber auch von Parteien drastisch reduzieren, die Effizienz der Sicherheitskräfte transparent machen. Würde Grund-, Menschen- und Bürgerrechte gegenüber technischen Entwicklungen stets neu absichern. Würde die Überwachung der Staatsorgane durch Bürger systematisch ausweiten, Selbstverwaltung und Dezentralisierung ausbauen, Geheimdienste einer geeigneten Kontrolle unterziehen. Und man würde die Telekommunikation und das Internet immer anonymer und sicherer machen, schädliche Software, Spyware und ähnliches absolut verhindern. Stellt Euch vor, dies wären immer die selbstverständlichen Folgen bei Terrorgefahr. Ihr lacht?

Glaubt Ihr aber, daß dann ununterbrochen vom Terror noch die Rede wäre? Natürlich nicht! Weil man das genaue Gegenteil dieser selbstverständlichen Forderungen anders nicht durchsetzen kann, darum haben wir das organisierte Terror-Getöse.

Es ist wie bei Schutzgelderpressungen. Nur wer bezahlt, kann sicher sein, daß sein Lokal nicht zertrümmert wird. Unsere Sicherheitsexperten werden nicht müde, dieses Prinzip zu erklären. Bezahlt wird aber mit den besten Errungenschaften des Rechtstaats an das Syndikat der ehrenwerten Überwachungsgesellschaft.

Wie lautet das passende Lied?

Wir brauchen frischen Terror, Jungs
So sprachen sie gedämpft
Man müßte später nur so tun
Als ob man ihn bekämpft ...

Habt Ihr das verstanden, Kinder? Ist klar geworden, was Ihr rufen sollt?

Meiner Meinung nach ist die Angst der Mächtigen vor dem Volk übrigens völlig unbegründet. Ich glaube nicht, daß es sich jemals gegen sie erheben wird.

Der moderne Terrorismus ist, von Ausnahmen abgesehen, ein Vehikel, das nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion von vermutlich nicht sehr intelligenten westlichen Strategen absichtlich in Position gebracht wurde, um eine imperiale Vormachtstellung weltweit durchzusetzen.

Wir dürfen daher sicher sein, daß dieser Terror so lange nicht aufhört, wie entsprechende Strategien bestehen. Von hundert Jahren Krieg ist die ganze Zeit schon die Rede! Da wollen sie hin. Krieg und offener Staatsterror sind immer die Folgen, wenn man Sicherheitsexperten gewähren läßt. Alles läuft auf Eskalation hinaus. Und die dreckige Bombe wurde nicht erst von Schäuble ins Gespräch gebracht. Wir wären gut beraten meines Erachtens, sie vielmehr als ultima ratio der genannten imperialen Strategie zu betrachten, als Option, die man sich offen hält. Ist es das, was der Minister mitteilen wollte? Dann müssen wir uns wirklich Sorgen machen.

Darum geht es also: Unsere besten Werte und Errungenschaften offensiv wieder in Position zu bringen und dort unter allen Umständen zu verteidigen. Niemals, oder sollte ich sagen niemals wieder, dürfen Sicherheitsexperten die Richtung vorgeben! Wir müssen sie unbedingt zum Teufel jagen, bevor sie sich weiter organisieren. Von einem schicken Ministerium träumen die Experten, und Terrorbekämpfung steht auf der Verpackung. Terrorbekämpfung oder Staatssicherheit, egal?.

"Wer Freiheiten aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen,
verdient weder Freiheit noch Sicherheit."
Benjamin Franklin

Hier ganz unsystematisch ein paar weitere Links zum Thema.

Terrorstorm, deutsch synchronisiert
http://video.google.de/videoplay?docid=1651938199226772899&q=terrorstorm&pr=goog-sl
Die Bombe von Heiligendamm
http://www.das-gibts-doch-nicht.info/seite4528.php
Das Märchen vom verhinderten Terroranschlag
http://www.wahrheitssuche.org/wasserstoffperoxid-bomber.html
Die Demo gegen den G8-Gipfel
http://www.wahrheitssuche.org/heiligendamm.html

Und eine Buchempfehlung, leider vorerst nur in englischer Sprache aufgelegt:
Daniele Ganser, "NATO'S Secret Armies Operation
Gladio and Terrorism in Western Europe"
(Ein Buch über die versteckte Kriegführung der NATO in West! - Europa. Der Autor leitet die Forschungsstelle für Sicherheit der ETH Zürich und untersucht u.a. die Verwicklung einer NATO-Geheimarmee (als Gladio-Netzwerke oder NATO-Schläfer bekannt geworden) in Terrorismus (z.B. das Attentat auf das Oktoberfest 1980) und in die Attentate auf Aldo Moro, Olof Palme, Jürgen Ponto und Alfred Herrhausen, Verbrechen, die für die betreffenden Länder ähnlich einschneidende Folgen hatten wie das Attentat auf JFK in den Staaten.

Die Neue Zürcher Zeitung hat bereits im Dezember 2004 einen verhaltenen Bericht über gewisse Aspekte dieser Untersuchung ins Netz gestellt:
http://nzz.ch/2004/12/15/al/articlea0er3_1.348425.html?printview=true

(im September 2007)



England und der Kontinent
Der ehemalige französische Ministerpräsident  Michel Rocard  hielt am 13. Mai 2006 in Nancy einen Vortrag über die Zukunft Europas und schockierte die Zuhörer mit - na? Offenheit!

Historisch betrachtet sei Europa der Ort, an dem Frieden möglich war, so Rocard - der dem europäischen Parlament als Abgeordneter angehört - insbesondere nach dem 2. Weltkrieg und nach der Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland.

Nach dem Tod  de Gaulles  seien aber die Briten, die vorher versucht hätten, die EU von außen zu zerstören, selbst beigetreten, um sie von innen her zu zerstören. Der europäische Traum sei jetzt tot.

Schwerer Schock bei den Zuhörern der Hochschule für politische Wissenschaften in Nancy!
Er nahm aber nichts zurück.

Natürlich erfährt man dergleichen nicht über den real existierenden Journalismus! Und es ist in dieser Form ja auch kaum mehr als ein Schlaglicht, möglicherweise ein Denkanstoß. Wer da aber nicht nachhakt, hat seine Unabhängigkeit vermutlich längst an der Garderobe irgendeiner Geschichtsklitsche abgegeben, weißt schon wie.

Es stand übrigens in der  Neuen Solidarität,  Nr.21 vom 24.5.2006, einem Blatt, welches einerseits die Hauspostille einer Bewegung darstellt und in dieser Funktion mitunter seltsame Blüten treibt. Gleichzeitig ist es manchmal aber eine erstaunliche Quelle seltener Hintergrundinformationen.


Der Name des Begründers ist in Europa unaussprechbar, man darf ihn nicht in den Mund nehmen oder drucken: Lyndon LaRouche. Falls es doch einmal passieren sollte, hat die offizielle demagogische Sprachregelung den Ausdruck Populist parat. Etwas ganz Schreckliches also! Wenn Du Redakteur bist und die Nase voll hast, mußt Du, statt zu kündigen, nur diesen Namen erwähnen. Das genügt! La Rouche ist einer der ganz wenigen Zeitgenossen, die den perfide-imperialen Charakter britischer Politik (über Jahrhunderte hinweg) begriffen haben. Selbst wenn er weiter nichts getan hätte, als darüber aufzuklären, müßte man ihn lobend erwähnen.

Außerdem verweist er unermüdlich auf die Errungenschaften der amerikanischen Revolution von 1776 und klärt kenntnisreich darüber auf, daß das dort konzipierte System der politischen Ökonomie bis heute aktuell ist und das eigentliche Gegenmodell zu dem weltwirtschaftlichen Schrotthaufen darstellt, vor dem wir stehen. Auch seine Geschichtsbetrachtungen sind z.T. sehr bemerkenswert.

Bei anderen Themen liegen sie oft klar daneben, fast durchgängig jedenfalls bei Gesundheitsfragen. Das idiotische Viren-Getöse unserer Tage  (H1N1, H5N1, HIV und was nicht alles)  findet leider auch dort  bis zum Erbrechen Widerhall.

Man übersieht völlig die Gefahr, die von der industriellen Medizin (Medizin als Industrie und Marktfaktor; Krankheit als Ware) ausgeht und plappert den unwissenschaftlichen Schwachstrom einer jeden neuen Virenhysterie und Impfkampagne treuherzig nach, während man auf der anderen Hand nicht müde wird, vom wissenschaftlichen Fortschritt zu flöten, als hätte man ihn für sich gepachtet. Für mich wurden sie dadurch zum ersten echten Opfer der Schweinegrippe.

Waren sie vorab geimpft? Mit Quecksilber, Lösungsmitteln, Nanopartikeln, -Chips und Blutverdickern als Agent Orange unserer Tage? Wer nicht hören will, muß fühlen!

Wer sich ein eigenes Bild machen will, kann die Links nutzen.
Hier geht's lang
und hier

(im Juli 2006)

Ergänzung im März 2007:
Merkwürdig, daß dieselben britischen Kreise in bester Harmonie mit dem Bush-Mann, mit Al Gore, der Merkel und den Grünen jetzt das Klima und den Planeten retten wollen, ist es nicht?
In der Neuen Solidarität sind aktuell (ab Nr. 10 / 2007) verschiedene Artikel zum Co2-Getöse zu finden, besonders köstlich da, wo unsere Grünschnäbel und die 68er als nützliche Idioten und späte Vollstrecker des Morgenthau-Plans enttarnt werden. (Morgenthau wollte bekanntlich erreichen, daß Deutschland nie wieder wirtschaftliche und industrielle Stärke entfalten kann.) Es wird ganz klar von einem großangelegten Wissenschaftsbetrug gesprochen.

Noch ein aktuelles Schlaglicht zur Splendid Isolation der Briten.



( Der folgende Hit stand hier im Netz
lange bevor Condy Rice das US-Außenamt übernahm,
und natürlich bevor Rumsfeld abgelöst wurde.
Einen Schuh-Tick soll sie haben, das wäre aber nicht so schlimm... )

Supermacht-Song
1
Im Osten steht die Supermacht
Der Bush-Mann fördert Öl
Dick Cheney baut im Hintergrund -
Die Pipeline mit Gegröl
Die Pipeline mit Gegröl !

2
Don Rums als Chef im Pentagon
Bemühte sich persönlich
Experten aus Guantanamo -
Verhöre machten möglich
Die Folter ahamtlich !

3
Ich hätt den Kerl entlassen gleich
Als, wie von fern gelenkt
Am bestbewachten Ort der Welt -
Ein Flieger eingeschwenkt
Voll easy eingeschwenkt !

4
Europa hätte, mit Verlaub
Sich wenigstens gewehrt
Den Burschen sonst, die so versagt -
Die Krägen umgedreht
Die Krägen umgedreht !

5
Raketen, Flak und Düsenjets
Zu Tausenden bereit
Die sah im Traum Don Rums als er -
Verschlief die ganze Zeit
Verschlief die ganze Zeit !

6
Der Amtmann hat ein großes Maul
Der Fisch vom Kopf her stinkt
Ein großes, sonst so stolzes Land -
Im Jauchepfuhl versinkt
Im Jauchepfuhl versinkt !

Chorus
So come on Condi, get your shoes
It's high heel boots' official use
For Iraq flesh it ain't bad news
I'd say it's just the life they choose
Got used at last to be abused
So never mind babe, if they loose
We pluck them just like Christmass goose
'twas hard to start but now we're used

So come on Condi, you're so young
Let's enter jail to have some fun
Prefer those dogs or want a gun?
Or would you like to see them hung?
Mean naked? Wait, it's easy done
They never ever see the sun !
Oh babe I knew that your no nun
Don't hurry Miss, we've just begun
We show you how to wag these tongues
Before they die they should have sung

7
Im Blätterwald der Amtmann schwärmt
Vom präventiven Krieg
Von neuen smarten Mini Nukes -
Und hundert Jahren Krieg
Am besten nur noch Krieg !

8
Im Waffendeal und Rauschgiftmarkt
Die Mittel fließen bar
Der Terror scheint geplant im Amt -
Voraus auf hundert Jahr
Am liebsten immerdar !

9
Wenn frisch du nach dem Wähler fragst
Nach Ausgleich und Balance
Schon recht, doch hat der ganze Tand -
Nicht die geringste Chance
Nicht die geringste Chance !

10
Den Flop des ersten Wahlbetrugs
Im Nachhinein geschmäht
Vermeidet nunmehr elegant -
Ein neues Wahlgerät
Ein neues Wahlgerät !

11
Beim TouchScreen-Wahlergebnis-Kit
Kennt immer das Programm
Das Johnny Ashcroft eingetippt -
Den dann gekürten Mann
Den programmierten Mann !

12
Der Onkel hat ein großes Maul
Der Fisch vom Kopf her stinkt
Ein großes, sonst so stolzes Land
Im Jauchepfuhl versinkt
Im Jauchepfuhl versinkt

Chorus
So come on babe, don't make me blue
We've got our dirty job to do
It's all the same for me and you
Let's kick their wife and children too
May starve the whole damn fucking crew
We free them now, they never knew
Good western civilizations due
And western god, we love so true
Let's free them as we always do
We free them now, it's up to you

So come on Condi, push your bra
Make sure next stop is Syria
The way to China seems so far
Take over lame duck Colin's car
(Some little nukes may help so far)
A century of war's to start
Give birth to Great America
And fuck the rest, halleluiah

13
Als Loser sind sie programmiert
Man sieht nur dummes Protzen
Des Schurkenstaats im Staate dort -
Und Kids vor Ekel kotzen
Die eignen Kinder kotzen

14
Ihr Kinder laßt die Klötzchen, laßt
Oh Fluch der bösen Tat
In fünfzig kleine Teile jetzt -
Zerstückeln diesen Staat
In fünfzig Reservahate !

15
Der UNO gebt die Aufsicht dann
Und laßt zerstören Waffen
Mit denen sie, was brauchbar scheint -
Für sich zusammenraffen
Zusammenrahaffen

16
Und laßt die Schurken barfuß auch
Erscheinen nach und nach
Und Rede stehen im Verhör -
Vor Richtern in Den Haag
Vor Richtern in Den Haag !

17
In Quarantäne endlich packt
Das stolze Räubernest
Daß angesteckt nicht alle Welt -
Vom Luxus dieser Pest
Vom Luxus dieser Pest !

18
Der Westen hat ein großes Maul
Der Fisch vom Kopf her stinkt
Ein großes, sonst so stolzes Land
Im Jauchepfuhl versinkt
Im Jauchepfuhl versinkt

Get your shoes
Push your bra
Drop some nukes
Be a star

Enter jail
Have some fun
Claw your nails
Shoot your gun

Coming soon
If you try
With their doom
In your eye

Ah...
Oh...

Hot rats
Iraqs
Oh...
(August 04)

(aus: THE BEAT GOES ON / 50 neue  Songs  / © Thomas Bokelmann /
Alle Rechte vorbehalten)

PS:
Komm, laß gut sein, Michel, ich weiß doch, daß Du meine Meinung zu den Anschlägen hören willst. Unter der Voraussetzung, daß Du nachher gleich Dein Käseblatt-Abo kündigst - an mir soll's nicht scheitern.
Schau, das einzige, was man sicher sagen kann: Die Dinger wurden gesprengt!!!!
Alles andere ist Brimborium.
Ich will überhaupt nichts dazu aussagen, wer das getan hat. Aber daß sie gesprengt wurden, ist m.E. eine Tatsache.

Unter dem folgenden Link kannst Du kostenlos eine ziemlich informative DVD bestellen. Außerdem gibt es zahlreiche weitere Links für diejenigen, die ein wenig englisch können. reopen911

Bei Google kann man eine ausgezeichnete Doku anschauen:
Loose Change 2
Von Anfang an kritisch gegenüber der offiziellen Version (u.a.):
Gerhard Wisnewski



Sicherheit
Armut ließe sich beseitigen.
Das Problem ist der waffenstarrende Reichtum.





Der Kosmos als Provider


Drahtlose Datenübertragung über kosmisches Hintergrundfeld geplant

Werden Sie Zeitzeuge einer technischen Uraufführung. Am 21. Februar 2004 wird die technische Universität Berlin Austragungsort einer wissenschaftlichen Sensation. (13.00 Uhr im großen Hörsaal)
Wissenschaftlern und Ingenieuren des Instituts für Raum-Energie-Forschung in Wolfratshausen ist es gelungen, Computer drahtlos zu verlinken, und Daten über große Entfernungen zu übertragen - ohne Mobilfunksender oder andere herkömmliche Mittel der Telekommunikation zu nutzen!
Die außerordentlichen Möglichkeiten dieser Technik und Perspektiven ihrer Anwendung werden in Berlin durch Dr. rer. nat Hartmut Müller erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nähere Informationen auf der IREF-Website
oder beim Institut für Raum-Energie-Forschung unter Tel 08171 / 41 88 60
Siehe auch raum & zeit Heft127

 



 

Gedanken auf der Autobahn über den Zustand der öffentliche Kassen
Gelegentlich wird man überholt von österreichischen Autos mit feschen Phantasiekennzeichen, man hat den Eindruck, daß dort alles geht.

Warum auch nicht! Ist doch egal, was draufsteht, Hauptsache, man kann den Halter feststellen, und dazu genügt zur Not eine Excel-Datei.

Meines Erachtens gibt es in Deutschland viele Millionen Autofahrer, die fast jeden Preis zahlen würden, um ihr Wunschzeichen zu bekommen. DU MICH AUCH  zetBe. Ja, was soll's!

Wenn nur 10 Millionen bereit sind, sagen wir tausend € für den Spaß zu zahlen - den Hochrechnungen zufolge werden es weitaus mehr sein - wären das 10 Milliarden Euro, die in die Kassen der Kommunen fließen würden, ohne daß man einen einzigen Menschen ärgern müßte. Das Volk wäre dankbar und würde freiwillig liefern!

Für persönlich beleidigende Texte wie SCHRÖDERSAU und dergleichen, könnte man weitaus mehr verlangen. Diese Zeitgenossen müßten mit gutem Beispiel voran gehen und in der entsprechenden Verordnung jede Haftung ausschließen. Wenn der Große ADAC einen Wettbewerb ausschreibt für die besten Einfälle, würden bald alle mitmachen ...  Und das Geldeinnehmen würde gar kein Ende mehr nehmen.

Doch handelt rasch, Ihr weisen Stadtväter, bevor ein schlauer Bürger vor dem europäischen Gerichtshof auf Gleichbehandlung und auf freie Heraldik klagt. Dann ist das ganze schöne Frischgeld doch futsch! Gütiger Himmel, was man damit alles basteln könnte! Es wäre ein Heidenspaß, Männer.
(Sept. 03)

 

 


 

Berlin ist pleite...
Lieber Erik,

Ja, ich kenne diesen schönen Song, und ohne die Schadenfreude der Pigoretten würde mir etwas fehlen in dieser sauren Zeit.

Ich bewundere aber auch die Helden vom Deutschen Städtetag. Jetzt haben sie sich für scharfe Proteste ausgesprochen. Wollen sie gegen die eigenen Leistungen demonstrieren? Nein, behüte, kein Gedanke! Sie zeigen mit dem Finger auf andere Leute. An Lösungen besteht kein Interesse. Vermutlich wollen sie Stimmung machen für weitere Grausamkeiten. Die richtigen Fragen werden tunlichst vermieden, nur für scharfen Protest hat man sich jetzt ausgesprochen. Protest, hoho!

Da es in Dein Fach fällt und weil gezielte Indiskretionen die normalste Sache der Welt sind, kann Du ja mal anfragen, welche Innenstadtketten ihre Steueradresse auf Offshore-Oasen haben. Da es auch in mein Fach fällt, stelle ich meine homepage zur Verfügung, um die Liste zu veröffentlichen. Eine Mordsgaudi wäre das! Ich bin übrigens der Meinung, daß Stadtväter die verdammte Pflicht haben, uns diesbezüglich reinen Wein einzuschenken!

Zusammen mit solchen Weltfirmen, die mit anderen Steuervermeidungs-Strategien glänzen, käme guter Stoff für Schadenfreude und schöne Songs zusammen. Da schlummert reichlich Geld für das Stadtsäckel.

In Frankfurt zum Beispiel kenne ich nur eine Firma, die regelmäßig Gewerbesteuer abgeführt hat, meine eigene nämlich. Es hat aber nicht gereicht, obwohl es viel zu viel war. Der Hebesatz lag damals bei 550 % ! Jedenfalls kamen die Lenker der meisten Weltfirmen zu der Einschätzung, daß es nicht angemessen ist.

Das kann es nicht sein,
sagte mir gestern der Chef eines Konzerns mit 20 Milliarden Dollar Jahresumsatz, wir sind nicht angetreten, um die Stadt Frankfurt zu sanieren oder den Deutschen Städtetag zu sponsern.

Die Helden vom Städtetag zitieren unterdessen Heinrich Heine, wenn man sie drauf anspricht: Ihre Namen auszusprechen / Dürfen wir uns nicht erfrechen...

Es gibt aber einen Faktor, den die Helden noch mehr fürchten!  Helmut Creutz  hat in einem Beitrag zur  Humanwirtschaft,  Ausgabe 5/2003, darauf hingewiesen, konkret bezogen zwar auf die Krankenkassen, was aber das Gleiche ist von der Pleite her!

Dort vergleicht er über einen langen Zeitraum die Parameter von drei Größen, über welche zuverlässige Statistiken vorliegen, die Ölimporte nämlich, die Krankenkassenbeiträge und die Schuldzinslasten, und setzt sie ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung. Das Ergebnis ist frappierend. Da es in Dein Fach fällt, darf ich mal zitieren.

"Die gesamten Krankenversicherungskosten stiegen in den letzten 3 Jahrzehnten von 12 auf 130 Milliarden DM an und damit auf knapp das Elffache. Da das Sozialprodukt in diesen Jahren auf das siebenfache anstieg, kam es tatsächlich zu einem relativen Überanstieg der Krankenversicherungskosten. (...)


(...) Gemessen an der jeweiligen Wirtschaftsleistung, also in Prozenten des BIP, nahmen diese Aufwendungen fast ausschließlich in der ersten Hälfte der 70er Jahre zu, um sich danach ... zu stabilisieren bei 6 % vom BIP. Das heißt, die Kostenentwicklung über die Wirtschaftsleistung hinaus ist eine Sünde aus einer Zeit, die fast 30 Jahre zurückliegt und damals offenbar zu verkraften war. Warum ist das heute nicht mehr der Fall? Warum wird heute der Aufwand von 6 % unserer Wirtschaftsleistung, den wir über fast 25 Jahre hin zahlen konnten, auf einmal als zu hoch empfunden?

Eine Antwort auf diese Fragen findet man durch einen Blick auf die Tabelle. Die Krankenversicherungskosten haben in den Jahren 70 bis 81 zugenommen. In etwa gleichem Umfang stiegen die Kosten der Mineralölimporte, die in den Schlagzeilen damals vorherrschten. Aber in einem noch viel deutlicheren Maße stiegen die Schuldzinslasten! Das geht aus den von der Bundesbank ausgewiesenen Bankzinserträgen deutlich hervor. Sie stiegen in jenen 30 Jahren von 25 auf 370 Milliarden €, also auf rund das 15-fache.


Während sich die Importpreise für Erdöl, gemessen am BIP, im Jahr 2000 fast auf der Höhe von 1970 bewegten, und die Krankenversicherungskosten von 3,2 auf 6 % BIP zulegten, sind die Schuldzinslasten von 7,2 auf 18,3 % BIP gestiegen. Mit 370 Milliarden € lagen diese Kosten im Jahr 2000 bereits bei 66% der Nettolöhne und -gehälter und bei 130% des Bundeshaushaltes.


Allein im Jahr 2000, als die Krankenversicherungskosten um 5 Milliarden € stiegen, legten die Zinszahlungen an die Banken um 47 Milliarden € zu, fast zehnmal mehr als die Krankenversicherungskosten, mit denen wir uns heute so sehr beschäftigen! Anders ausgedrückt: Hätte man diesen Überanstieg nur etwas abgebremst, brauchten nicht nur die Kalamitäten in der Krankenversicherung kein Thema sein, sondern ebensowenig in den Rentenkassen! Und wären diese Zinslasten, wie die Krankenversicherung, im Jahr 2000 nur um 5 Milliarden angestiegen, wäre unsere Volkswirtschaft um 42 Milliarden € entlastet worden. Diese Entlastung hätte für die Geldgeber nur einen Zinsverzicht von 7 Wochen bedeutet! Mit diesem Zinsverzicht von 42 Milliarden hätten wir aber nicht nur den Anstieg der Krankenversicherungskosten ausgleichen, sondern auch noch über eine Million Arbeitskräfte einstellen und bezahlen können!


Statt einer solchen sinnvollen Verwendung ist dieser Zinsbetrag als Überschuß jedoch erneut in jene Kassen geflossen, die schon lange keinen nennenswerten Bedarf mehr haben und ihn deshalb auf ihre Vermögenspolster aufsatteln. Daraus ist das Geld aber nur über eine erneute Ausweitung der Kredite in den Kreislauf zurückzuholen, womit sich die Kostenspirale steigender Zinslasten erneut erhöht - zum Nachteil der normalen Haushalte und zum Nachteil der öffentlichen Kassen.

Wir brauchen eine vernünftige Reform des Gesundheitswesens, aber viel dringender brauchen wir eine Reform des Geldsystems, wenn wir aus der Misere herauskommen wollen."

Soweit Helmuth Creutz. Ich empfehle Dir, da Du vom Fach bist, die Probenummer zu bestellen. Und grüße mir die Helden vom Städtetag, die sich für Proteste ausgesprochen haben!

Ich spotte mit den Pigoretten und schicke, Dein Einverständnis vorausgesetzt, eine Kopie dieser Mail an deren Adresse, damit der Stoff für schöne Songs so schnell nicht ausgeht.

Mein großer Dank gilt Helmut Creutz für diese Zahlen. Sein Buch Das Geldsyndrom ist an jeder Ecke zu haben! Was hindert den Deutschen Städtetag, es als Pflichtlektüre zu betrachten? Das wäre mir eine Demonstration!

Auch dort müßte man, nach all der Zeit, doch einmal realisieren, was Geld eigentlich ist!

Thomas
(Sept. 03)

 

 


 

 
Die Sprachregelung ist die Botschaft
In den Medien wird aktuell der Ausdruck Verschwörungstheorie verwendet, um jede, aber auch wirklich jede Frage, welche die Oberfläche der glitzernden Medienfassaden ankratzen könnte, zu diskreditieren. Das muß man als Zeitgenosse einfach wissen. Insbesondere die Politik der Vereinigten Staaten kann man gar nicht mehr hinterfragen, ohne mit diesem nichtssagenden Etikett geziert zu werden.

Und obwohl es nahe liegt, gerade diesen auffälligen Sprachgebrauch einer schmierigen Übereinkunft zuzuschreiben, ist das wesentliche daran doch die Tatsache, daß er sich ausbreitet, der Sprachgebrauch nämlich, wie ansteckender Wahnsinn.

Was die USA angeht: Ich bilde mir nicht ein zu wissen, wer in diesem Land die fäden zieht, bin aber der festen Überzeugung, daß Sie's auch nicht wissen, mein Herr.

Und daß auch Journalisten gut daran tun, offizielle Statements zu hinterfragen, anstatt sie runterzubeten. Und Sprachregelungen in den Wind schlagen sollten! (Lauter Haltungen übrigens, die man am leichtesten einnimmt durch einen soliden Bildungsvorsprung der unkonventionellen Art.)

Woher kommt übrigens die wunderliche Vorstellung, daß die frechen Freier, die am Hof der Erde lärmen und prassen, der Heimlichtuerei zuneigen? Sie treiben ihr Geschäft am hellen Tag, und das Programm wird in Millionenauflagen verbreitet.  ( Es klingt wie das Geschwätz von Leuten, die ihren Verstand am Eingang zum Privatclub abgegeben haben... )

Und woher andererseits die Gewißheit, daß ein neuer Rütlischwur Theorie bleiben muß?

Odysseus kommt!
(Sept. 03
)

 

 


 

Arnold Arnold
Besonders originell war das nicht, als die Amerikaner dieser Tage Herrn Schwarzenegger zum Gouverneur Kaliforniens machten. Ich zitiere aus einer Ansprache vom 17. Dezember 1916 (neunzehnhundertsechzehn):

Da (gemeint ist eine bestimmte Art von Politik / T.B.) handelt es sich dann darum, die Wege zu finden, um die entsprechenden Menschen an die richtigen Plätze zu befördern. (...) Menschen, im Hintergrund stehend, sind oftmals bloße Einsen und bedeuten für sich nichts Besonderes; sie brauchen noch etwas, was hinzukommt: sie brauchen Nullen. Nullen sind ja nicht Einser; aber dann wird gleich eine Zehn daraus. Fügt man noch weitere Nullen dazu, so wird, wenn die Eins irgendwo steht, gar bald mancherlei daraus, zum Beispiel tausend, obwohl jede Null nur eine Null ist; und wenn die Eins zugedeckt ist, so sind eben nur die Nullen sichtbar. Es handelt sich also darum, die Nullen in der entsprechenden Weise mit den Einsen zu kombinieren, wobei die Nullen nicht einmal viel zu wissen brauchen von der Art, wie sie mit den Einsen kombiniert sind.

In Kalifornien war die Privatisierung des Energiesektors mit der nachfolgenden Explosion der Strompreise ja nur der letzte Akt auf dem Weg zum Bankrott der öffentlichen Kassen, und der Exgouverneur ging voll Überzeugung voran. Im gleichen Moment aber, wo er's wagte, die Privatisierungen in Frage zu stellen, wurde er unter Hinweis auf den Schaden, den sie angerichtet habe, abgesetzt und ein Mann ans Ruder gebracht, von dem solche Skrupel nicht zu erwarten sind.

Die Politik der gestohlenen Wahlen - der Ausdruck stammt nicht von mir - ist ja auch nichts Neues mehr. Merkwürdig ist immer nur die Lethargie der Demokraten bzw. deren Führung, wo vorhanden. Man weiß doch sicher, was gespielt wird - empfindet man nun klammheimliche Freude? Die demokratische Partei, wo vorhanden, ist das nur ein Teil der Show?

In dem erwähnten Vortrag wird gefragt, ob der Krieg von 1914/18 ohne eine gewisse Anzahl von Nullen in bestimmten Stellungen zu begrenzen gewesen wäre. Aber auch heute braucht man diese Anzahl von Nullen, um Kriege zu führen.
(Okt. 03)

 

 


 


Die Versuchsratte als Erscheinung der Medienwelt
Tierforscher haben uns längst aufgeklärt über das Sozialverhalten des Rattenverbands. Trifft der Verband auf eine Nahrungsquelle von zweifelhafter Qualität, so hat zunächst das schwächste, in der sozialen Rangordnung ganz unten stehende Tier das Vorrecht, dort zu fressen. Die anderen halten sich zurück und beobachten die Entwicklung. Nur wenn die Versuchsratte nicht krepiert, machen sie sich entsprechend der Rangordnung über das Futter her.

Dasselbe geschieht nun in der Medienwelt, man kann es bald täglich beobachten. Ein besonders krasses Beispiel: PISA..

Am Tag nach Bekanntwerden der PISA-Studie kam aus den hinteren Rängen unserer Parlamentarier bereits der Vorschlag, den Noten- und Leistungsdruck zu verstärken und auf den Vorschulbereich (möglichst bis in die pränatale Phase, wa?) auszudehnen.

Nachdem die Hinterbänkler mit ihren Vorschlägen nicht krepierten, wie man ja sagt, war zu beobachten, daß die Phrasen übernommen wurden von ranghohen Vertretern unseres politischen Establishments. Ist das nicht toll? Eine absolut reife und professionelle Leistung des christlichen Sozialverbands!

Man hat, nach erfolgreichem Probelauf, zum Ausdruck gebracht, daß man sich vom eingeschlagenen Weg auf keinen Fall abbringen lassen will, sondern im Gegenteil die Studie zum Anlaß nimmt, die Gangart weiter zu verschärfen - unter Hinweis auf eine Untersuchung also, in der die erbärmlichen Ergebnisse genau dieser Gangart dokumentiert wurden. Das müssen wir heute unter Politik verstehen, wenn mich nicht alles täuscht.

Ob es dabei auch um die Zukunft geht, wie immer betont wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Da es aber um die freie Entfaltung der individuellen Fähigkeiten unserer Kinder geht - wovon nun allerdings sehr viel abhängt - möchte ich dazu beitragen, daß diese Ränge mit ihren Vorschlägen eingehen, wie man sagt. Ich bin übrigens mit den Klassikern entschieden der Ansicht, daß nur ein Wesen, das frei handelt, sittlich handeln kann - ihr wißt, was ich meine.

Klassische Bildung ist nun mal keine Angelegenheit für einen Rattenverband!
(Okt. 03)





Von der Freiheit eines Christenmenschen

Da auf diesen Seiten das Rauschen des Blätterwaldes kaum bemerkbar ist, Michel, wird es Dich nicht wundern, wenn auch die Aktualität eines Themas anders veranschlagt wird. Nach langem Zögern habe ich mich jetzt entschlossen, einen Kommentar zum ökumenischen Kirchentag aufzunehmen, der im Mai dieses Jahres auf mich kam. Ich möchte mir ausdrücklich kein abschließendes Urteil zu diesen Fragen erlauben, bin aber der Ansicht, daß es heilsam sein könnte, darüber zu sprechen. Mit Einverständnis des Verfassers, der nicht genannt sein will, und in tiefempfundener Achtung vor den religiösen Erfahrungen und Einstellungen der Menschen, welcher Konfession sie auch angehören mögen, zitiere ich also aus einer privaten Notiz und bitte zu beachten, daß historisch gewachsene Institutionen neben ihrer Geschichte auch eine Gegenwart haben, die ganz von den Absichten und Vorstellungen der beteiligten Menschen lebt.

Natürlich kann der Papst nicht zulassen, daß offen über rituelle Magie verhandelt wird...
Das eigentliche Problem haben aber beide Kirchen gemeinsam. Und es ist nicht der Mitgliederschwund. Der ist nur eine Folge davon.
Nein, die Sache ist vielleicht zu ernst zum Spott. Es betrifft den Kern der ganzen Angelegenheit. Und es ist völlig einerlei, ob die Kirchenvertreter darüber reden oder nicht. Sie stehen vor vollendeten Tatsachen.
Jeder, der dies will, kann sich heute darüber informieren, daß der Reinkarnationsgedanke fundamentaler Bestandteil des ursprünglichen Christentums war. Aber dann kam die Kirche. Und es kam das Jahr 553 mit den Konzil zu Konstantinopel. Dort stimmte man ab (Ergebnis 3:2) und verwarf die Botschaft des Nazareners. Das ist das Problem.
Ich denke, das läßt sich denjenigen, die die ursprüngliche, sehr erhellende Lehre erfuhren, einfach nicht mehr vermitteln. Alles wird ja dadurch erst stimmig.
Die Kirchen haben auf Sand gebaut und müßten dringend ihr Schuldbekenntnis ablegen.
Ob sie dazu fähig sind?
In Rom kann man darüber vorerst nicht reden, in Berlin schon. Die Kirchentagsnächte sind lang!
(Okt 03)

 

 


 

Leserbrief
Liebe Blattmacher

 

Schon gleich nach dem 11. September habe ich gemerkt, daß Info3 nicht mehr mein Ding ist, was dann auch zur Kündigung meines langjährigen Abos führte.

Ich erzähle allen, daß vermutlich Jens Heisterkamp zuerst die Türme gesprengt und dann den Islam "thematisiert" hat. Aber warte nur, balde wird's der Bush-Mann merken und Nieder Ursel mit Bombenteppichen überziehen. Danach kommt Halliburton und baut eine Pipeline durch das Trümmerfeld...

Als für den Irakkrieg mobilisiert wurde, war ich schon nicht mehr dabei, aber just in dieser Phase schickte der Verlag dem unvorbereiteten ehemaligen Abonnenten eine aktuelle Probenummer zu und versetzte ihn mitten in den Clash of Civilizations... Mir wurde dermaßen übel!

Als ich neulich in irgendeiner Praxis die neueste Ausgabe durchstöberte, überflog ich vorsichtig eine kleine Notiz über Ausgrabungen in Ostdeutschland und vergaß sie wieder. Meine Einstellung beim Lesen: Bloß nicht anstecken! Es war aber eine ganz normal-langweilige Nummer... Nun geht mir nur diese Notiz nicht mehr aus dem Kopf. Man hat Bauwerke einer sehr alten, offenbar hochstehenden Kultur gefunden, und diese Information möchte ich meinem Patensohn, der die Erdkunde liebt, nicht vorenthalten...

Es geht nur um diese kleine Notiz, aber dafür werde ich gerne bezahlen: das ganze Heft, Porto- alles!

Und vielleicht werde ich allen erzählen, daß bei Info3 die Meinungsfreiheit so hoch angeschrieben ist, daß auch Propaganda für hundertjährige Kriege von Gestalten, die Mini Nukes im Halfter tragen, immer gern gedruckt wird.

Habe ich den Zeitgeist nicht verstanden? Ist das die globale Dreigliederungsidee für das neue Jahrhundert?

Die Amerikaner schießen die Bahn frei für's Geschäftliche, und immer aus allen Rohren.
Nach der Befreiung wird Recht gesprochen wie in Guantanamo, und dort sind alle gleich.
Bei Info3 darf jeder frei seinen Senf dazu geben. ganz individuell.

Was ich hiermit getan hätte. Völlig überzogen und ungerecht, schon klar, da ich ja nur im Wartezimmer gelegentlich überfliege und vor allem nicht berührt werden will von jenem ansteckenden Wahnsinn, der, einer widerlichen Sprachregelung folgend, jede, aber auch wirklich jede Frage, welche die Oberfläche der glitzernden Medienfassaden ankratzen könnte, als Verschwörungstheorie (hypothetischer Rütli-Schwur oder was?) denunziert.

Wer die Amerikaner wirklich haßt, das sehe ich andererseits ein, muß sie jetzt zu weiteren Abenteuern ermuntern. Warum diese Viehtreiber, so die Überlegung, (der ich mich nicht anschließe) bevor wir den Film, in dem sie einen Auftritt hatten, an der Biegung des Flusses begraben, nicht als nützliche Idioten gegen wen auch immer ziehen lassen, bis sie selbst verbluten? Wir sollten 50 kleine Staaten daraus machen, unter UNO-Aufsicht stellen, und alle Massenvernichtungswaffen entsorgen.

Ein dummer Gedanke, vom letzten Punkt abgesehen. Daß sie längst dabei sind, an Bedeutung zu verlieren, haben sie ja selbst gemerkt. Muß man also verstehen, daß sie ein bißchen wütend sind?

Gütiger Himmel, Leute, da wird mir gleich so übel... Vom Westfälischen Frieden gehe ich aus, um zu genesen, studiere dann im Haag die Landkriegsordnung von 1907 und gelange über Genf, wo ich die Konvention lese, auf einen Hügel nahe Dornach, von wo Lessing gut zu sehen ist und die Weimarer Klassik, die Philosophie der Freiheit sodann - tut echt gut - das heilige Land aber auch und Golgatha, endlich fünfhunderttausend irakische Kinderseelen, die singen wollen...

Statt nun an Ihrer Stelle einen neuen Namen für das alte Blatt zu suchen, würde ich mich von einigen Namen trennen, die sich in der Redaktion wie Spaltpilze festgesetzt haben - die können dann in die Disko gehen und den Zeitgeist suchen - und schon bald bekämen Sie als Metamorphose ein ganz frisches Blatt, das von Nutzen wäre!

Unter keinen Umständen, was auch geschehen mag, würde ich den Titel Anthroposophie heute wählen. Das wäre denn doch zu arg! So darf man nicht spotten. Daß gerade heute, in dieser verrückten Zeit, die Anthroposophie wieder hilfreich sein kann, steht ja außer Frage, dazu genügt z.B. ein Blick nach Flensburg. Es darf sich dann aber nicht auf den Titel beschränken, gell.

Auch wenn das alles wie Satire klingt, die Bestellung ist echt, und ich bedanke mich im Voraus für die Auslieferung.

Mit den besten Wünschen für Ihr Wohlergehen und freundlichen Grüßen
Th. Bokelmann / Im Dezember 2003

PS: Falls mein Name aus dem Abo-Register schon gelöscht ist, hier die Adresse - soweit war mein Text gediehen. Dann fiel mir ein, daß die Blätter jetzt haufenweise im Netz stehen... Und tatsächlich fand ich dort die gesuchte Notiz samt Druckversion. Ich bedanke mich ganz herzlich beim Webmaster und stelle meine kleine Satire auch ins Netz, von wo ich Ihnen nochmal alles Gute wünsche.

PPS: Bei der Gelegenheit möchte ich nicht versäumen, meinen Besuchern Ihr ausgezeichnetes neues Adreßbuch Anthroposophie zu empfehlen, das über folgenden Link bestellt werden kann: www.info3.de